Zeitgenössische Kunst im Lost Place – Exkursion zur ibug nach Riesa

Zeitgenössische Kunst im Lost Place – Exkursion zur ibug nach Riesa

Fabrikgelände – Urban Art – Fragen

Gleich zu Schuljahresbeginn, am 28. August 2026 erkundeten Schüler*innen der Kunstkurse 12 und 13 des Beruflichen Gymnasiums Falkenberg das ehemalige Mischfutterwerk Muskator in Riesa – einen außergewöhnlichen Lernort mitten im Verfall. Bei der ibug – Industriebrachenumgestaltung trifft zeitgenössische Kunst auf alte Industriearchitektur.

Monumentale Wandmalereien und Graffitis, umgestaltete Räume, begehbare Silotürme und Installationen aus Licht und Schatten, Geräuschen und Ertastbarem verwandelten den Lost Place in eine faszinierende Kunstwelt. Ungewöhnlich z. B.: ein riesiges am Boden liegendes Trump-Baby mit Weltwindel, das mit seinem Patschhändchen auf einen roten Buzzer drückt – umgeben von einem schummrigen dunkelblauen, mit Trump-Sternen übersäten Raum. Irritation, Provokation und Gesellschaftskritik in Einem.

Gemeinsam mit einer jungen Mitwirkenden diskutierten die Schüler*innen über die Werke, ihre Entstehung und ihre politischen und gesellschaftlichen Botschaften. Überall gab es Details zu entdecken – manches erschloss sich erst auf den zweiten Blick und lud dazu ein, länger hinzuschauen, genauer hinzuhören und eigene Interpretationen zu entwickeln.

Tipp: Die ibug, das internationale Festival für urbane Kunst in Sachsen, findet jedes Jahr an einem anderen Lost Place statt. Künstler*innen verschiedenster Länder verwandeln die verlassenen Orte in temporäre Kunsträume, die die Besucher*innen in vielfältiger Weise zum Austausch anregen. Schaut vorbei!

(geschireben von Anika Schüler)