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Das Berliner Seminar war ein Wochenende voller neuer Erfahrungen für uns und begann schon mit einer beeindruckenden Diskussion. Der  Koordinator des „Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus“ Levi Salomon hielt als Betroffener den Jugendlichen einen sehr eindrücklichen  Vortrag über die Geschichte des Antisemitismus und deren Bedeutung in unserer heutigen Gesellschaft, bevor wir miteinander ins Gespräch kamen. Nach diesem  Austausch mit Herrn Salomon  war der Workshop zum Thema „Gehen oder Bleiben“ im Jüdischen Museum eine folgerichtige Veranstaltung, in der wir uns mit Mitteln des biografischen Lernens in der Zeit des Nationalsozialismus und der Lage der jüdischen Bevölkerung in unserem Land befassten. Durch den Perspektivwechsel bei der Arbeit bekamen wir einen Einblick in das erschwerte Leben der Menschen jüdischen Glaubens,  die sich während dieser Zeit in Deutschland aufhielten und sich die Fragen nach „Heimat, Emigration oder Hierbleiben“ stellen mussten. In einem zweiten Teil des Wochenendseminars bekamen wir bei einer Mauerführung in der Bernauer Straße einen  Einblick in die Geschichte des Mauerbaus, die Zeit der Mauer aber auch deren Fall. Hierbei spielte der sogenannte „Todesstreifen“ eine große Rolle, denn an diesem Ort – gerade in der Bernauer Straße - kamen viele Menschen beim Fluchtversuch aus der DDR ums Leben. Der anschließende Besuch des Panometers von Yadegar  Asisi war ein perfekter Ausklang zum Thema Ost und West, denn hier wurde bei einer Führung die Teilung von DDR und BRD sehr plastisch aufgezeigt.

Natürlich erkundeten wir Berlin und seine Sehenswürdigkeiten – es blieb dafür nur der Abend. Doch hier strahlte das Brandenburger Tor in seiner vollen Pracht, so dass der Stadtspaziergang nicht nur eine gute Vorbereitung auf die Stadtführung gewesen ist, die wir mit unseren israelischen Gästen machen werden, sondern auch für uns ein gelungener Ausklang dieses 2-tägigen Seminars war.

Gespannt sind wir nun auf des „Israeltag“ und noch mehr auf die zweiwöchentliche Begegnung in der Nähe von Tel Aviv und hier im Kreis.

Wir werden berichten.

 

Für die Teilnehmer:  Jonas Ludwig (Schüler Jahrgangsstufe 12)