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Heiße Sache auch im Dezember

Die Schüleringenieurakademie hat  am Beruflichen Gymnasium Falkenberg, einer Abteilung des OSZ Elbe-Elster, eine lange Tradition. Technisch und naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler des jeweiligen 12. Jahrgangs erhalten die Gelegenheit, neben dem Unterricht in Kooperation mit der Brandenburgischen Technischen Universität konkrete Forschungsaufgaben für ein regionales Unternehmen zu bearbeiten. Im laufenden Schuljahr ist die Reiss Büromöbel GmbH aus Bad Liebenwerda der betriebliche Partner von sechs jungen Männern. Bereits im Sommer konnten  sie dank des unkomplizierten Entgegenkommens des Unternehmens den Bereich Metallverarbeitung kennenlernen und an der Auswahl und Präzisierung der Forschungsaufgabe arbeiten. Seitdem setzen Sie sich mit der Optimierung von Prüfvorgängen und dem Einsatz von Haltevorrichtungen an Schweißrobotern auseinander. Zur offiziellen Eröffnung im September konnten sie  bereits erste Erkenntnisse und Daten vorweisen.

Mittlerweile arbeitet die Gruppe an konkreten Vorschlägen für den Büromöbelhersteller. Dafür gibt es regelmäßige Treffen mit Firmenvertretern sowie Veranstaltungen an der BTU. Während es am Standort Senftenberg um Grundlagen des Projektmanagements, Fabrikplanung (insbesondere Fabrik 4.0) sowie den Umgang mit CAD-Software ging, bot der Aufenthalt in Cottbus ein ganz besonderes Highlight. Im Lehrgebäude des Lehrstuhls Fertigungs- und Leichtbautechnik erhielten die potentiellen Ingenieure Informationen über die faszinierenden Möglichkeiten moderner Schweißtechnologien. Unterschiedliche Laser mit Leistungen bis 15000 Watt (zum Vergleich: ein Laserpointer strahlt mit maximal 1 Milliwatt, also einem Fünfzehnmillionstel), die mit höchster Präzision nicht nur Metalle, sondern auch Keramik, Glas oder Kunststoffe verbinden, schneiden oder vergüten, wurden bestaunt. An einem Simulator lernten die Schüler das Einmaleins  des Schweißens und stellten fest, dass für eine schlichte Verbindung zweier Bleche eine Vielzahl von Parametern gleichzeitig zu beachten ist. Auch die virtuelle Realität konnte nicht darüber hinweg täuschen, dass Fingerspitzengefühl, eine ruhige Hand und viel, viel Übung erforderlich sind. Abschluss und Höhepunkt waren dann reale Schweißübungen, die zum Teil schon recht ordentlich ausfielen. Mit vielen wertvollen neuen Erfahrungen geht es jetzt wieder an die konkrete Projektarbeit, welche bereits im April abgeschlossen sein soll.

 

Gesper

Abteilungsleiter