Studienfahrt Richtung Norden

Unsere Studienfahrt begann am Montag, dem 8. April – 16 Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse starteten im Club-Bus mit Fahrer Andreas nach Bremerhaven. Die 6 Stunden Fahrt vergingen mit musikalischer Unterstützung wie im Flug. Wir erreichten gut gelaunt das Havenhostel mit einem hervorragenden Blick auf den Hafen und das Kreuzfahrtschiff Spectrum-of-the-Seas, das erst wenige Tage zuvor von Papenburg nach Bremerhaven überführt worden war.

Gleich am Nachmittag erkundeten wir den Kaiserhafen, staunten auf einer Container-Aussichtsplattform über die Dimensionen, unzählige Autos, die per Schiff in alle Welt transportiert werden, und hatten auch eine erste Gelegenheit, die Stadt Bremerhaven zu erkunden.

Am Folgetag ging es für uns zur Phänomena, eine interaktive Ausstellung zum Mitmachen und Ausprobieren. Wir spielten, versuchten, grübelten und staunten an über 80 spannenden Experimenten und Rätseln aus den Bereichen Physik, Mathematik und Technik. Nach einem obligatorischen Fischbrötchen ging es zum Klimahaus 8° Ost. Auf dem Weg passierten wir noch den alten Hafen, in dem es viele historische Schiffe und sogar ein U-Boot zu besichtigen gab. Im Klimahaus gingen wir entlang des 8. Längengrades auf Weltreise. Wir durchquerten neun Orte auf fünf Kontinenten und haben dabei geschwitzt, gefroren, gestaunt, gelacht und nachgedacht. Besonders in Erinnerung geblieben ist, wie stark das Klima unser Leben beeinflusst und wie stark wir das Klima durch unser Handeln beeinflussen.

Der Mittwoch führte uns zur Meyer Werft nach Papenburg. Während einer Führung durch die gigantische Werft erfuhren wir anhand von Modellen und Filmen Historisches und Aktuelles. So wird schon bei der Planung eines neuen Schiffes auf Nachhaltigkeit geachtet. Moderne Antriebe in den Schiffen sollen den umweltverträglichen Betrieb über viele Jahre gewährleisten und den schlechten Ruf der Kreuzfahrtindustrie verbessern, um möglichst vielen Menschen einen unbeschwerten Urlaub ohne schlechtes Gewissen zu ermöglichen. Besonders beeindruckend war es, live zu sehen, wie viele Arbeiter am Bau eines Kreuzfahrschiffes beteiligt sind und welch großer logistischer und maschineller Aufwand nötig ist. Die Dimensionen waren einfach nur beeindruckend.

An den Abenden trafen wir uns in der Lobby unseres Havenhostels, um uns mit  Gesellschaftsspielen die Zeit zu vertreiben oder uns zu unterhalten.

Am Donnerstag fuhren wir mit einer Fähre nach Helgoland. Die Fahrt dauerte 2 Stunden. Bereits eine halbe Stunde vor der Ankunft konnte man sich ein Bild von der Insel machen. Sie gehört zum deutschen Staats- und Wirtschaftsgebiet, ist aber zollfrei und deshalb auch bei Einkaufstouristen beliebt. Die Erkundung der Insel lohnt sich und ein paar Stunden Aufenthalt reichen nicht. Da der April noch zur Vorsaison zählt, war die Insel, auf der etwa 1200 Einwohner leben, noch ruhig. Die seit 1721 geteilte Insel Helgoland hat eine wechselhafte Geschichte. Rückstände vom Marinestützpunkt und Schächte von Bunkeranlagen erinnern an den 2. Weltkrieg. Die Hauptinsel ist in Oberland und Unterland, die durch einen Fahrstuhl verbunden sind, geteilt. Auf dem Oberland erinnert ein Gedenkstein an Werner Heisenberg (1901–1976), Physiker (Nobelpreis 1932); der während eines Helgoland-Aufenthaltes 1925 grundlegende Ideen seiner Theorie über die Quantenmechanik entwickelte. Das Highlight der Insel ist jedoch die Lange Anna, ein Felsen, auf dem unzählige Tölpel und Möwen nisten. Durch die niedrigen Preise auf der Insel wurden einige von uns dazu verleitet, ein Souvenir mitzunehmen.

Am Freitag, dem 12. April machten wir uns um viele Erlebnisse und Erkenntnisse reicher, wieder auf die Heimreise, nicht ohne unserem Busfahrer Andreas vom Busunternehmen Schröder-Reisen für die sicheren, entspannten und netten Fahrten zu danken.

 

Jonas K.