Anmeldung

Projektfahrt nach Cottbus ins Menschenrechtszentrum e.V.

Im Rahmen der Ausbildung im Fach Politische Bildung haben wir zukünftigen Sozialassistentinnen und Sozialassistenten des 2. Ausbildungsjahres eine Fahrt nach Cottbus unternommen, um dort das Menschenrechtsmuseum und die Gedenkstätte für politisch Verfolgte zu besuchen. Vor allem den  Umgang mit den Menschenrechten in verschiedenen Zeiten der historischen Entwicklung wollten wir genauer kennenlernen. Achtung und Missachtung der Menschenrechte steht für alle Menschen als die wichtigste Frage der Gemeinschaft. Aktuell und in der Geschichte. Wir haben viele neue Eindrücke und Informationen gesammelt.

Chronologie

Das Gefängnis wurde von 1855 - 1859 erbaut und am 1. April 1860 eröffnet. Von 1930 - 1937 diente es als Jugendgefängnis, ab Januar 1937 bis Juli 1937 war es einer Männerstrafanstalt. Dann diente es zwei Jahre als Frauengefängnis.  Im Jahr 1939 bis 1945 wurde es als Frauenzuchthaus umgebaut. Am 15. April 1945 wurde es bombardiert und der größte Teil des Gefängnisses wurde zerstört. Im Juli 1945 wurde es neu eröffnet und diente als städtisches Gefängnis in der damaligen sowjetischen Besatzungszone. Es wurde von der Provinzialregierung Brandenburg im Juni 1945 übernommen. Das Ministerium des Inneren der DDR übernahm es 1951. Im Dezember 1980 wurden die letzten politischen Gefangenen freigelassen durch Amnestie. Im Jahr 1990 – 2002 war es eine Justizvollzugsanstalt des Landes Brandenburg.

Nachnutzung

2002 – 2007 stand das Gebäude leer, es wurde 2007 an einen Privatinvestor verkauft. Im Jahr 2011 und 2012 wurde das ehemalige Gefängnisareal durch das Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. gekauft und saniert. Die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus e.V wurde am 4. September 2012 eröffnet. 2013 wurde die Dauerausstellung eröffnet.

In einer kurzen Einführung erläuterte uns der Bildungsreferent der Gedenkstätte Ziele und Aufgaben der Einrichtung und berichtete uns über den historischen Ablauf.

Unsere Eindrücke waren sehr vielfältig …von erstaunt bis entsetzt, dass man in der Geschichte Menschen, die andere Meinungen und politische Ansichten vertraten, bestraft und inhaftiert wurden. Man konnte in nachgebauten Arrestzellen z.B. erfahren, dass während der DDR-Zeit politische Gegner inhaftiert wurden und bis zu 28 Personen in einer Zelle gefangen gehalten wurden. Auch über Inhaftierungsgründe waren wir sehr erstaunt: Fluchtversuche, andere politische Meinungen wurden als Hetze gegen die DDR bezeichnet, Hören von ausländischen Radiosendern …

Leider war die Zeit zu kurz um alles genau zu erfragen und erfahren, wir würden ein Projekt zum Thema Menschenrechte gerne wiederholen.

Wir haben den Tag mit einem gemeinsamen Stadtbummel beendet.

Schülerinnen und Schüler  SB17