Lernen in XXL - Die IM23A auf der Abraumförderbrücke F60

Wir, die angehenden Industriemechaniker der IM23A, hatten Unterricht am anderen Ort – auf der „liegenden Brücke der Lausitz“, der Abraumförderbrücke F60. Vor uns: ein technischer Koloss aus Stahl, Rollen, Getrieben und endlosen Förderbändern. Plötzlich war alles, was wir zu Passungen, Lagerungen, Schmierung, Schraubverbindungen und Prüfverfahren lernen, kein Lehrbuchstoff mehr, sondern begehbare Realität.

Technik zum Anfassen Zwischen Trägern und Umlenkrollen diskutierten wir über:

• Bolzenverbindungen und Anzugsmomente – warum „fest“ nicht „richtig fest“ ist

• Lager, Dichtungen, Schmierintervalle – tausende Rollen zuverlässig im Betrieb halten

• Antriebe, Getriebe, Kupplungen – wo sind die kritischen Punkte der Kraftübertragung?

Dazu die Brücke in die Gegenwart: Condition Monitoring mit Vibrationen, Temperaturen und Zustandsdaten – heute würden wir vieles sensorisch überwachen, um Schäden früh zu erkennen.

Analoge Messwarte – Hightech von gestern

Besonders eindrücklich: der Besuch der alten Messwarte. Hier wurde alles analog verarbeitet – Schaltfelder, Anzeigen, Relaislogik. Und es hat funktioniert. Aus heutiger Sicht mit digitaler Leittechnik fast unvorstellbar, aber ein starkes Beispiel für robuste, klare Technik und verlässliche Abläufe.

Geschichte, Region, Verantwortung

Die F60 ist Denkmal, Lernort und Kapitel Lausitzer Industriegeschichte. Sie zeigt, dass Technik Orte prägt – mit Verantwortung für Menschen, Region und Umwelt.

Unser Fazit

• Größe beeindruckt, Präzision entscheidet.

• Instandhaltung ist das Rückgrat jeder Anlage.

• Lernen gelingt am besten, wenn man Systeme sehen, hören und anfassen kann.

• Die Verbindung aus sauberer Konstruktion, gelebten Prozessen und kluger Überwachung ist das, was wir in unserem Beruf mitnehmen.

Die F60 hat uns fachlich gefordert und motiviert. Wir gehen zurück in die Werkstatt mit Respekt vor der Ingenieursleistung – und mit dem Ansporn, unser Wissen präzise, sicher und verantwortungsvoll einzusetzen.

Unterricht am anderen Ort.

Am Sonntag den 14. Juni trafen sich die Azubis der Klasse KFZ23 zu einem besonderen Unterricht. Leider mussten kurzfristig einige Azubis absagen und konnten nicht erscheinen. Um 10 Uhr versammelte sich die Klasse vor der Messehalle 2 im Leipziger Messegelände. Hier veranstaltete der Werkstattausrüster und Ersatzteillieferant LKQ - Stahlgruber eine Leistungsschau. Nach dem obligatorischen Check-in wurde die Gruppe vom Außendienstmitarbeiter der Region Elbe-Elster, Herrn Obermüller begrüßt. Er legte kurz dar, was mit der Messe bezweckt werden soll und welche Möglichkeiten die Auszubildenden auf der Messe haben. Im Anschluss erhielten alle Beteiligten eine Tragetasche für Ihre Info-Materialien. Vom Fachlehrer, Herr Hartig, bekamen alle Auszubildenden einen Auftrag, sich an den Messeständen über die Notwendigkeit des Einsatzes von Qualitätsteilen in unserem Beruf zu informieren. Passend, zur gerade laufenden Fußball- Weltmeisterschaft, erhielt jeder Messebesucher einen Fanartikel. Nach einem gemeinsamen Fototermin begaben wir uns zu den einzelnen Messeständen. Hier hatten alle Besucher die Möglichkeit, sich umfassend über alle Themen des Werkstattalltages zu informieren. Die Mitarbeiter an den einzelnen Messeständen standen für Fragen zu Ihren Produkten zur Verfügung und erklärten Neuerungen oder Veränderungen. Auch Fachfragen wurden an praktischen Beispielen beantwortet. Einige Messestände hielten Quizfragen zu den jeweiligen Produkten bereit. Da so ein Messetag auch Hunger macht stand für die Messeteilnehmer auch ein kleiner Imbiss zur Verfügung, der von allen Beteiligten genutzt werden konnte. Am Ende des Tages konnten wir alle erfolgreich unsere Messestandbesuche nachweisen und waren um viele Informationen rund um die Qualität bei Ersatzteilen für Kraftfahrzeuge reicher. Alles in Allem war es ein gelungener Unterrichtstag mit schönen Eindrücken, an die wir uns noch lange erinnern werden.

Erasmus+

Europa öffnet Türen am OSZ Elbe-Elster

Der 7. Mai war als besonderer Ereignistag im Kalender der Abteilung 1 des Oberstufenzentrum Elbe- Elster markiert. Anlässlich des abteilungsinternen Europatages stellten die 12 EU-Praktikantinnen aus den Fachschulklassen SP23 (angehende Erzieherinnen) und HE23 (angehende Heilerziehungspflegerinnen) ihre Arbeitserfahrungen aus ihrem 4-wöchigen Auslandsaufenthalt in Norwegen, Dänemark, Italien, Estland und Portugal in Form von Workshops vor. 

Zu Gast waren Frau Miersch, Dezernentin für Jugend, Familie und Bildung des Landkreises EE, Herr Prescher, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse EE, Frau Jork, Leiterin der Abteilung für Jugend, Bildung und Soziales der Stadt Finsterwalde, interessierte PraxisanleiterInnen aus regionalen Einrichtungen der Pflege und der Kinderbetreuung, sowie Schülerinnen und Schüler der Abteilungen 1 und 4. Ein ganz besonderes Highlight war außerdem die Teilnahme italienischer SchülerInnen, die in dieser Woche eine berufliche Mobilität über Erasmus + in Elsterwerda in der Abteilung 3 durchführten.

Frau Bosdorf, Schulleiterin des OSZ EE unterstrich in Ihren Grußworten die Chancen und Möglichkeiten der Erasmus*-Mobilität für die Entwicklung der eigenen beruflichen Kompetenz und der persönlichen Lebensgestaltung. In den verschiedenen Workshops, die zugleich als Prüfungsleistung bewertet werden, konnten die Gäste den Arbeitsalltag der EU-Praktikantinnen in ihren Einrichtungen kennenlernen. Ein Vergleich der pädagogischen Konzepte und Grundsätze von Deutschland und dem jeweiligen Zielland zeigte deutlich, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es in der Erziehung gibt – „andere Länder, andere Sitten“, wie es so schön heißt!

Das Wesen eines Workshops beinhaltet aber auch die aktive Teilnahme der Gäste. So lernten sie unter Anderem landessprachliche Grundbegriffe des Einrichtungsalltags spielerisch kennen, sangen Kinderlieder in der Zielsprache oder bastelten mit Naturmaterialien.

Kulturell wurden die Workshops durch die Raumgestaltung in den jeweiligen Landesfarben und mit Arbeitsmaterial aus den Einrichtungen ergänzt und –besonders beliebt bei den Gästen – mit landestypischen Häppchen kulinarisch abgerundet.

Die Verleihung des Europasses als Zertifikat für die erfolgreiche Teilnahme an der Erasmus + Mobilität übergeben von Frau Miersch und Frau Bosdorf, öffnet den Schülerinnen der SP23 und HE23 für ihre berufliche Zukunft Europas Türen. Sie konnten an diesem Praktikum nicht nur persönlich, sondern vor allem professionell wachsen. 

Lydia Hammitsch

Zur Information: Die durch das Land Brandenburg zur Verfügung gestellte Dienstmail der Lehrkräfte ist seit mehreren Tagen gestört. 

Bitte verwenden Sie folgende E-Mailadressen zur Kommunikation:

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Sabine Lundström

Schulleiterin

"Die Abteilung 1 Soziales lädt alle Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter am 6. Oktober 2025 zum ersten Praxisanleiter-Workshop für das neue Schuljahr 25/26 ein. Er findet in den Bildungsgängen der Berufsfachschule und Fachoberschule in der Zeit von 12 bis ca. 13:30 Uhr und im Anschluss in der Fachschule Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege ab ca. 13:30 Uhr bis 15 Uhr statt. 
 
Bitte melden Sie sich bei Interesse an der jeweiligen Veranstaltung über das entsprechende Anmeldeformular an!  Diese finden Sie im Download-Bereich der Abteilung 1 Soziales.
 
Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen!
 
Anna Motloch, Praxiskoordination Abt. 1"